Landkreis-Info

Netzwerk für Flüchtlingsarbeit im Landkreis Leer

(Stand: Januar 2016)

Nicht so viel reden – anpacken. Der Landkreis Leer hat sich früh im Jahr 2015 auf viele Flüchtlinge eingestellt. Landrat Bernhard Bramlage rief einen Stab aus erfahrenen Mitarbeitern und externen Fachleuten ein. Diese Task Force arbeitete Lösungen für die Unterbringung aus und bereitete sie rechtzeitig vor. Denn auch im Landkreis Leer steigt die Zahl der Flüchtlinge aufgrund der weltweiten Kriege und Auseinandersetzungen weiter stark an. Seit Monaten kommen immer mehr Flüchtlinge in unseren Landkreis, weil sie ihre Heimat aus Angst vor Verfolgung und Bedrohung verlassen haben.

Mit Erfolg. Jederzeit ist sichergestellt, dass die Menschen ein Dach über dem Kopf haben und mit allem Lebenswichtigen versorgt sind. „Wir alle stehen vor einer großen Aufgabe. Aber mit Herz, Hand und Verstand werden wir sie gemeinsam lösen“, ruft Bramlage den Menschen im Landkreis Leer zum Jahreswechsel zu.

In seinem Jahresrückblick auf 2015 würdigt der Landrat das unermüdliche Engagement seiner Mitarbeiter, der Gemeindeverwaltungen, der vielen ehrenamtlichen Helfer namentlich des Deutschen Roten Kreuzes, des Technischen Hilfswerks und der Freiwilligen Feuerwehren sowie den ehrenamtlichen Integrationslotsen und Freiwilligen, die als Paten einzelne Familien unterstützen. 

Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe

Eine wichtige Aufgabe besteht darin, den Aufbau und die Pflege verbindlicher kooperativer Strukturen mit den verschiedenen Trägern der Migrationsarbeit, den Bürgermeistern, Behörden und verschiedenen Fachabteilungen innerhalb der Kreisverwaltung im Kreisgebiet voran zu bringen: Das ist die Aufgabe der Koordinierungsstelle „Migration und Teilhabe“. Sie ist bei der Kreisverwaltung angedockt. Ziel ist ein Netzwerk, das sich über das gesamte Kreisgebiet spannt. Die Koordinierungsstelle wird vom Land Niedersachsen finanziell unterstützt und soll dazu beitragen, Flüchtlingen und anderen Mitbürgern ausländischer Herkunft das Einleben zu erleichtern.

„Dabei kommt uns die vorhandene Infrastruktur mit den 11 dezentralen Familienstützpunkten und den 4 Treffpunkten „Anleger“ sehr zugute“, so Landrat Bernhard.  Ein großes ehrenamtliches Netzwerk aus Integrationslotsen, Paten und Helfern in Vereinen und Verbänden sind den Hauptamtlichen eine wertvolle Hilfe. „Sie arbeiten gut zusammen“, lobt Bramlage.

Modellprojekt

Im September 2015 startete ein Modellprojekt zur Begleitung und Beratung von Flüchtlingen. 140 ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter werden bis Dezember 2016 in Kursen für die Arbeit mit Flüchtlingen geschult. Das in Deutschland bisher einmalige Projekt wird wissenschaftlich begleitet.

„Wir können schon jetzt mit Stolz auf ein großartiges Netzwerk zurückblicken und begrüßen es daher,  dass es mit HelpTo eine Plattform gibt, mit der es möglich ist, sich auszutauschen, sich zu informieren und so die Kräfte zu bündeln", so der Landrat. 

 

Ansprechpartnerin:

Jutta Fröse
Leiterin Stabsstelle Frauen- und Familienförderung / Gleichstellungsbeauftragte
Tel.: 0491 999 028 - 21
E-Mail: [email protected]

 

(Foto: Landkreis Leer)